
Who i am
My Story
Meine Arbeit heute, ist das Ergebnis vieler Jahre mit Pferden – und vieler innerer Richtungswechsel.
Durch meine Ausbildung zum pferdegestützten Coach und vor allem durch meine langjährige Erfahrung mit Pferden sehe ich die Pferdewelt heute mit anderen Augen als früher. Ich durfte von vielen unterschiedlichen Pferdemenschen und Trainern lernen. Die wichtigste Erkenntnis meiner bisherigen Reise ist jedoch: Die ehrlichsten und konsequentesten Lehrer waren immer die Pferde selbst.

Doch das war mir nicht von Anfang an bewusst…
Wie viele andere begann ich klassisch mit Reitunterricht. Ich lernte als Kind Englischreiten, später, als Jugendliche Westernreiten. Besonders Reining faszinierte mich. In meinen Zwanzigern wuchs der Wunsch, richtig gut zu werden, dazuzugehören, Anerkennung zu finden. Dieser Weg führte mich in den Turniersport.
Über mehrere Jahre startete ich mit meinen Pferden auf Westernreitshows. Dort stehen sportliche Präzision und absoluter Gehorsam im Vordergrund. Es war meine Suche nach Leistung und Erfolg. Was mir damals noch nicht bewusst war:
Vieles von dem, was dort gefordert wird, hat wenig mit dem zu tun, was Pferde wirklich brauchen –
Würde, Achtsamkeit und Beziehung.
Würde. Achtsamkeit. Beziehung.
… auch im Tuniersport!
Ich habe erlebt, wie sensible Tiere – unabhängig von Disziplin oder Land – unter Bedingungen trainiert und gehalten werden, die sie körperlich und seelisch an ihre Grenzen bringen. Und oft darüber hinaus. Für menschliche Ziele, die für das Pferd selbst keine Bedeutung haben.
Pferde leiden still. Sie haben keinen Schmerzenslaut.
Ich möchte hier nicht pauschalisieren. Es gibt sie – Menschen, die würdevoll, bewusst und auf Augenhöhe mit Pferden arbeiten. Doch das war nicht der Standard, dem ich damals begegnet bin.
Vieles im Training fühlte sich für mich nicht richtig an, auch wenn es als normal galt. Die Methoden waren etabliert, anerkannt – und hart. Selbst wenn ich innerlich spürte, dass etwas nicht stimmte, fehlte mir der Mut, es auszusprechen. Wer war ich, erfolgreiche Methoden von Trainern infrage zu stellen?
Ein junges Pferd, mit dem ich im Turniersport unterwegs war, änderte vieles .
Es kam der Moment, in dem ich innerlich ausstieg. Ich wollte das alles nicht mehr – nicht für dieses Pferd. Statt für mein Gefühl einzustehen, tat ich das, was mir damals am einfachsten erschien: Ich wechselte in einen Freizeitstall.
Doch mein Ortswechsel heilte keine inneren Muster.
Auch ohne Turniersport trieb mich mein Perfektionismus weiter an. Ich wollte, dass mein Pferd zumindest in der Bodenarbeit „richtig gut performt“. Doch dieses Pferd zeigte mir beharrlich, ruhig und klar, dass das nicht der richtige Weg war – bis es schließlich immer öfter in eine Art „shut down“ Modus ging. Es machte gar nichts mehr.
Mein Wendepunkt kam in einem stillen Moment. Mitten in der Bodenarbeit legte sich dieses Pferd einfach hin, blieb liegen und sah mich an. An diesen Augenblick erinnere ich mich bis heute.
Es war ein Moment in dem mir klar wurde: ICH (nicht das Pferd) muss meine innere Haltung verändern, wenn ich eine ehrliche Verbindung zu meinem Pferd aufbauen wollte.
Und das habe ich getan.
Heute ist genau dieses Pferd eines meiner grossartigsten Co Coaches. Ich bin ihm unendlich dankbar – dafür, dass er nie aufgehört hat, mit mir zu kommunizieren. Selbst in der Zeit, in der ich so wenig verstanden habe.
Ich habe erkannt, dieses eine Pferd ist nicht zufällig an meiner Seite .
Nano ist hier, um mich zu erinnern, wer ich wirklich bin und wo ich hinmöchte.
Er spiegelt meine Wahrheit, auf seine entwaffnende spezielle Art.
Er hat mich oft herausgefordert- nicht um mich zu ärgern (was ich manchmal getan hab) sondern damit ich über mich hinauswachse.
Nano war mein bester Lehrer in den schwierigsten Zeiten die ich hatte. Dafür bin ich ihm sehr dankbar!
Alle diejenigen, die auch ein Pferd haben das „the one of a kind“ ist, wissen wovon ich spreche.
Die Erfahrungen aus dem Turniersport waren oft hart. Heute bin ich auf eine Weise dankbar dafür. Sie haben mir ein tiefes Verständnis für die Dynamik der Mensch–Pferd-Beziehung ermöglicht.
Und sie haben mir die Möglichkeit gegeben, heute etwas zu verändern.
Und doch geht meine Reise weiter… mit jedem Pferd und Mensch lerne ich täglich was dazu…
The Roots of My Work
Christine Wenger
Bei ihr habe ich unter anderem meine Ausbildung zum integralen pferdegestützten Coach absolviert. Ihre Arbeit hat mein Verständnis von Beziehung, Führung und Verbindung nachhaltig geprägt.
Fortbildungen
Warwick Schiller – Attuned Horsemanship
Yvet Blokesch – Featherlight Horsemanship
Chris Irwin – Mind Your Horse
Tristan Tucker – TRT Method
Reinhard Mantler – Horse and Human Academy
Vieles habe ich vor allem bei den Horsemen und Horsewomen, die ich über die Jahre kennenlernen durfte gelernt– Menschen, die mit Pferden ruhig, achtsam und in tiefem Respekt arbeiten. Fernab der Öffentlichkeit. Getragen von echter Erfahrung, nicht von Inszenierung.

Mein Warum
“In dem Moment, in dem du meinst angekommen zu sein, beginnst du die Reise erneut.”
Eva